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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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550
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5zo Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomic.

Ohne Noth dürfen indeß die untersten Rüsten nicht weg»genommen werden, weil dadurch die Kohlung leicht miß»lingt.

Ueberhaupt muffen alle Theile des Mieters, wo be»reitS daS Holz verkohlt ist, recht dicht gehalten werden,wenn die Kohlen gut ausfallen sollen. Dies ist ein wich»tiger Umstand.

§. 472 .

Abkühlung der Mieter.

Ist der Mieter völlig zugeworfen, und hat nachherjehen bis zwölf Stunden gestanden, so bemerkt man ei»ne beträchtliche Verminderung des Feuers. Der Köhlerreinigt dann den Mieler von der aufgeworfenen Erdeund Stübbe, schafft auch die Decke, das Laub und M00Shinweg, womit er bedeckt war. Alles herunter Gebrachtewird sogleich sortirt, d. h. das Grobe von dem Kleinengetrennt. Die abgesonderte kleine Stübbe wirft mandann geschwind wieder auf den Mieter. Sie lauft in dieZwischcnraume der Kohlen und erstickt das Feuer. Dieswird das Abkühlen des Mieters genannt. Der Mie»lcr «yuß nemlich schon ganz ausgckohlt seyn. ES gcschie»het so wohl zur Dämpfung des Feuers, als auch denKohlen ihre Festigkeit, Schwere und ihre größte Güte,zu geben.

Diese Operation muß bei trockcstcin Wetter gcschc»hen; denn ist die auszuwerfende Stübbe naß, so wirdsie sich anhangen, und nicht in die Zwischenraume lau»fen, also auch ihre Würkung nicht thun. Der Mieterkühlt sich also bei trockenem Wetter leicht, bei nassem aberschwer, oder gar nicht ab. Ist der Köhler genöthigt, die