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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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556 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie. ^

starker das übrige Hol; war, je schlechter falle» die Koh-len davo» aus. Hat ein Holz lange in freier Luft gelc-gen, so werden ebenfalls die Kohlen davon schlechter, alswenn es gleich, nachdem es etwas ausgetrocknet ist, ver-kohlt wird. Ist ersten Fall erfolgen viel aber schleclvte, im letzten weniger aber weit bessere Kohlen. Eini-ge Holzarten müssen, so bald sie etwas ausgetrocknet sind,verkohlt werden, als z-B-Birken, Weist- und Rolhbü-chen, weil cS kein nasses und abwechselndes Wetter ver-trägt. Andere können dies sehr gut vertragen, z. B- Ei-chen, Ilmcn u. s. f.

, Haben die Kohlen ihre gehörige Güte, so ist dieS einBeweist, daß die Auskohlung auch dem Maaße nach gut ge-schehen ist. Jeder Fehler, welcher bei der Dcrkohlung ge-macht wurde, schadet der Qualität der Kohle, nicht be-ständig aber der Quantität.

Den Gebrauch der Kohlen, den Feuersgrad, welchensie auszuhalten haben, bestimmt nun ihre Sortirung. Zuleichtflüssigen Metallen, dienen vorzüglich leichte Kohlen,und zu strcngflüßigen schwere.

Schlecht gemachte Kohlen, und solche, welche vonaltem verwitterten Holze erhalten wurden, können alsleichte Kohlen angesehen werden. Zuweilen können Koh-len von weichem Holze, welches gesund, uikd gut verkohltwird, statt der harten verbraucht werden. Werden leich-te und weiche Kohlen erfordert, so ist es deshalb abernicht nöthig, gutes Holz zu verderben, wie begreiflich,sondern es laßt sich durch eine geschickte Behandlung die .Strenge der Kohlen mäßigen. Auch läßt sich hierdurchaus einer leichten Holzsorte, eine feste Kohle erhalten.