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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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557
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^ Zle Abtheilung. Von den Kohlen. 557

» ' §- 479 -

Es ist ein möglicher Fall, daß in dem zu einemHüttenwerke gehörigen Forstreviere blos hartes Hol;sich befände/ und man doch viel weiche Kohlen verbrau»

! chcn müstc. Man lasse hier das Hol; so viel wie möglich^ zuvor gut austrocknen und beim Verkohlen den Mieter(da gewöhnlich zwölf bis vierzehn Tage genug sind) vierWochen sehr langsam und gelinde rauchen. Hierdurch er»halt man ein Viertel oder ein Fünftheil Kohlen mehr alsgewöhnlich/ die aber um so viel leichter sind/ und ziem»lich den Mangel der eigenthümlichen weichen Kohlen er»setzen können. Eine harte Holzart ist auch vo züglichcczu wählen als die andere/ z. B. Rothbüchne «st für dasFrischfeucc besser als Hainbüchne u. s. f. Da übcrdcmbei stürmischem und nassen« Wetter/ die Kohlen leichterausfallen/ als bei gemäßigter Witterung/ so können dieim ersten Fall erfolgten Kohlen zu dem nöthigen Gebräu»chc dienen-

' §. 480.

^ Die angelieferten Kohlen werden dann noch in gro«

ße und kleine sortirt. Diese Sortirung lehrt ebenfallsder Gebrauch. Zum Cisenstcinschmclzcn vermengt manI grobe und mittlere .Kohlen. Aber nur da/ wo eS an die»! ser Mittelgattimg fehlt/ werden kleine Kohlen gebraucht.

! Quandclkohlcn müssen immer am wenigsten und zuletzt auf! jede Gicht gesetzt werde,,/ damit der Eisenstein nicht durchdie weiten Zwischcnraume der groben Kohlen laufe/ zu> früh vor die Form komme/ sich hier zusammenhaufe unddie Würkung des Windes hindere.

Zum Rösten des Eisensteins werden meistens Lluan»delkohlen benutzt und sind hierzu sehr gut anwendbar.

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