574 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
/,.) Eiserner Ofen. Er besteht aus einem ge»mauerten Windfangc, welcher unten eine Thür vons Fuß ins Gevierte hat/ die mit einem eisernen Schieber/wie auch der Toden mit einer eisernen Platte/ damitdie Luft keinen Durchzug irgendwo finde, verwahrt seynmuß. Auf dieses Gemäuer werden drei runde hoble, sau'lenförmige Aufsätze von Gußeisen übereinander gesetzt,welche zusammen i a Fuß hoch find, und mit einem gutenfeuerfesten Cement dicht verwahrt seyn müssen. Zudem Ende bat jeder Aufsatz oben einen Kranz, in welchender untere Rand des folgenden Aufsatzes genau paßt.
Der so zugerichtete Ofen wird bis zur Hälfte mitTorf, jedoch ganz locker angefüllt, in der Mitte angezündet,ferner der ganze Ofen vollgeftürzt, und nun die gleichfallsvon Gußeisen, in Gestalt einer halben Hohlkugel gemachteHaube darauf gedeckt. So bald der Torf Feuer gefangen,setzt man den Schieber vor, und bestürzt ihn mit Stüb'be, damit daS Feuer nicht hell brennen und den Torf zusehr angreifen könne. So wie sich der Torf setzt, wirdfrischer nachgefüllt, welches durch ein in der Haube bc'kindliches rundes Loch geschiehet. Nach jedesmaligemFüllen wird dies Loch mit einem Deckel verschlossen.
Geht nun nichts mehr in den Ofen hinein, sowird die Haube nebst dem Deckel, rund herum gegen al'len Zugang der Luft verwahrt. Bis dahin dauert dieArbeit, 10 biS >12 Stunden; nun-ist noch einmal so vielZeit bis zur völligen Abkühlung des Ofens nöthig. Hier»auf wird die Stübbe weggeräumt, der Schieber aufge'macht, und die Kohlen mit den Handen einzeln heraus^seholt.