576 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
§- 495 -
Gut gebrannte Torfkohlen lassen sich sowohl beimFrischfeuer als beim Hohcnofcn auf eine vortheilhafteWelse anwenden. Da s»e den Kohlenstoff weniger fest ge»bunden alS die Holzkohlen enthalten, sich also leicht ver»flüchtigen lassen, so ergicbt sich die vorzü stich zweck»mäßige Anwendung derselben beim Verfrischen vonselbst.
§ 496 .
In Holzarmen Ländern ist der Torf ein sehr wichst»geS und schätzbares Naturprodukt, zumal da er sich nachdem Ausstichen wieder erzeugt. Zur Erzeugung des Torfsgehören vorzüglich zwei Dinge: ,) erdbarziges Wasser,2) gewisse Sumpfpflanzen,' z. B. das Torfmoos, Ried»graS, Schilf, Sumpfkeide u. s. f. Diese wachsen in den»Mccrwasser, ihrer Natur gemäß, von selbst, und bildenmit der Zeit den torfigen Boden, der zuweilen an zo FußTiefe hat; er verrath sich durch das Schwanken, wennman darüber gebt, und durch das bräunliche Wasser, wel»ches hin und wieder hervorquillt.