Band 
Dritter Band.
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Mahlerey

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Die Berliner Mahlecakademie wurde unter FriedrichI. auf Leibnikz Anrathen 1696 gestiftet, und 1699s.yerlich eingeweihet. Die Dresdner wurde 1697gestiftet, und unter dem Kuhrfürsten Friedrich Chri­ stian ansehnlich verbessert. Die Mahler- und Bild-hauerakademir zu Wien wurde 1704 errichtet. Nachandern legte sie Carl VI. 1726 an, und 1751 erhieltsie eine neue Gestalt. Fürst Wenzel von Kaunitz errichtete 1768 in Wien eine förmliche Kupferstecher«und Zeichnungsschule. Fueßli Annal . d. bildend.Künste f. d. österr. Staat. I. 4. 20. Busch Handb.d. Erf. VIII. 565. Juvenel. II. zsz.

Mahlerey. In dem Zeitaltex vor der Sündflut, bisMose , kommt von eigentlicher Mahlerey nichts vor.Die Egypter scheinen das Mahlen, die Griechenaber die Mahlerkunst erfunden zu haben. Daß dieEgypter Gegenstand« von vielerley Art bemahlet, daßsie hierzu Farben erfunden und gebraucht haben, wel-che noch jetzt nach Jahrtausenden ganz frisch aussehen,und daß man kein anderes Volk kennt, welches noch vorden Egyptern so etwas gethan gethan hatte, läßt sichsowohl aus noch vorhandenen Ueberbleibseln egyptischerDenkmäler, als aus ältern Schriftstellern, welche Au-genzeugen waren, hinlänglich erweisen. Auch von denEthiopiern finden sich Nachrichten, daß sie gemahlthaben, und von einem Volke in den kaukasischen Ge-birgen sagt Herodot, daß sie mit einem, auS Baum.blättern gepreßten Safte, auf ihre wollenen KleiderThierfiguren zu mahlen wußten, die sich nicht auswa»scheu ließ.-n, und wie eingewebt aussähen. Alle dieseMahlereyen waren aber noch keine Kunstgemählde, son-dern bestanden bloß in einer Act von handwerksmäßigemAnstrich, ohne Vermischung und Verreibung, oder Ver,III. 2