a8
Mahlerey
flößung der Farben, ohne Schatten und Licht. Aufeben diese kunstlose Weise hatte man auch im westli-chen Klein-Asien gemahlt. Auch die Griechen ver-weilten Jahrhunderte lang, wie in andern Kenntnissen,so auch in dieser, auf den untersten Stufen. Der ersteUrsprung der griechischen Mahlerkunst rst nicht aus«zumitreln. Anfänglich mahlte man nur mit EinerFarbe, und Gemählde von- dieser Art wurden sVüouo-ckrornata genannt. Diese Gemählde mit Einer Farbewurden auch zu der Zeit, da die Kunst sich in ihrerPracht und Schönheit zeigte, von den größten Mahlernverfertigt, denn auch Zeuxis hat dergleichen gemahlt.(Plin. II. I. ZZ. a. y ) und zeichnete sich durch be-sondere Borzüge aus, die seine ältern Monochrom ata«och nicht hatten. Der Erfinder dieser l-tzrern warEleophant von Corinth, der zuerst seine Gemählde zucoloriren anfing, und sich dazu einer Erde bediente, dieaus zerstoßenen und klein geriebenen Scherben, von irde-nen Gefäßen gemacht wurde. Vermuthlich war die rotheFarbe, die der Fleischhaltung am nächsten ist. zuerst imGebrauch. Cleophant lebte chngelähr 840 Jahr vorder christlichen Zeitrechnung. Nach ihm thaten sich Hy-giarnon» Dinias, Charmadas und andere Mo-«ochromenmahler hervor, deren Lebenszeit zwar nicht zu-verlässig bestimmt werden kann, die ober gewiß vor derErbauung Noms, also über 700 Jahre vor Cke. Geb.lebten. Zu den Verbessere!» der MahlcrkUnst gehören 2Männer, deren Lebenszeit nicht genau bestimmt ist:Eumarus» welcher in Gemählden zuerst beide Ge-schlechter andeutete, und alle Arten von Gestaltenuachbrldete, und Cimon v.on Cleonä, der Erfinderdes Profils der verschiedenen Gesichtsstellungen,deS Ausdrucks der Gelenke und Adern, und der Fal«