Band 
Dritter Band.
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Mahlerey

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ten in den Kleidungen. Der erste, der den Gebrauchvieler Farben in einem Gemälde einführte, der ersteKunstmahler überhaupt, den man kannte, war Bu-larchus, der ein Zeitgenosse des Lydischen KönigsKandaules war, und ohiigefahc 7Z0 Jahr vor Chr.Geb. lebte. Er mahlte die Niederlage der Magnesier;ein Kunstwerk, das der König KandaulrS für so vielGeld kaufte» als es schwer war. Auch auf Holz,Mauern und Elfenbrin haben schon die Alten gemahlt.

In dem eigentlichen Griechenland scheint die Kunsterst um die yo. Olympiade ihr männliches Alter erreichtzu haben. Denn Apollodorus , der um diese Zeitgelebt hat, wird für den ersten gehalten, der durchLicht und Schatten den Gemählden Haltung gegebenhat. Aber noch lange solle« die griechischen Mahler nur4 Farben gehabt haben; und ob man gleich gegenwärtigweiß, daß außer dem Schwarzen und Weißen, Z Far-ben für alle mögliche Tinten hinlänglich sind, . so habendoch, nach Plinius , die Mahler vor AlexandersZeiten, diese Verschiedenheit der Tinten mit ihren 4Farben nicht erreicht. Wie lange sich die Kunst aufder hohen Stufe, auf der sie zu Alexanders Zeitengestanden, erhalten habe, laßt sich nicht bestimmen.Gewiß ists» daß zu Cäsars Zeiten noch große Mahlergewesen, und doch nennt Plinius die Mahlerey eine,zu seiner Zeit dem Untergänge nahe Kunst (arsrno-risne). Wie weit die alten Etrusker die Kunstdes Mahlens getrieben haben, läßt sich nicht sagen.Aus den noch häufig gefundenen etrukcifchen Geschirren,läßt sich abnehmen, daß sie gute Zeichner gewesen.Unter den spätern Zeiten kam dir Mahlerey in Abnahme,und wurde so barbarisch als die Sitten. Es warenzwar in Rom, und noch mehr in Griechenland und in