Band 
Dritter Band.
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Marmor

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seiner schon in der Jliade 735. Die beiden Cre-tenser Dipoenus und Scpllis, welche etwa 570Jahre vor Chr. Geb. lebten, werden unter den Griechenfür die ersten gehalten, welche die Kunst verstanden, denMarmor zu behauen, zu bearbeiten, und zu poliren.Die Hebräer sollen schon das Glätten des Marmorsmit. Schmirgel verstanden haben. David, derum 1044 vor Christi Geburt regierte, hakte schonbeim Tempelbaue den Marmor benutzt, si Chrom 30,2.) und der persische König Ahasverus zu Susam ,halte ein Schloß, dessen Hof mit buntem Marmor in-crustirt war. (Esth. 1, 6.) Die Römer haben denMarmor später kennen gelernt. Nach Plinius (z6,6.) halte der Redner L. Crassus in Rom , die erstenBildsäulen von fremdem Marmor; und M. LepiduS,der 676 näch Erbauung RomS, Consul wurde, ließzuerst aus Numidischem Marmor Thürschwellen machen.Der römische Ritter Mamurra, der zu Cäsars Zeitenlebte, ließ zuerst alle Wände seines Hauses mit Mar-mor täfeln, und M'etelluS in Rom hatte ein HauSvon Marmor bauen lassen. Schon Cyrus hatte zuEcbatana in Medien, um 3446 ein Haus, welchesMnrmon aus weißen und bunten Marmorürinen, diemit Gold verbunden waren, gebauct hatte. Uebri-gens ist das Wort Marmor durch den verschiedenenGebrauch der Schriftsteller sehr zweydeutig geworden undes ist wahrscheinlich, daß selbst Plinius und Theo«phrast unter die Marmore Steinarten ausgenommenhaben, denen der Name eines Marmors eigentlich nichtgehört. Vollbeding Archiv. Suppl. 144.Allgem. Känstlcr-Lex. Ü43. 186. MeuselMtscell. art. Jnh. 14, H. 124. Altonaer Mer-kur 1777, N. 43, Vers. ein. Kulturgescy. 48.