Band 
Dritter Band.
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J4 Markscheidekunst

XIV. Jahrhundert. Hoyer Gesch. b. Kriegsk. I. 11 8 .Krünitz I^XXXIV. 466.

Markscheidekunst. Der erste Schriftsteller, der dieserWissenschaft gedenkt, war Georg Agricola 1557;der erste aber, der besonders darüber geschrieben hat, warErasmus R einholt», 1574. Die zweile, Mark-scheidekunst gab Voigtel 16S6 heraus; auch JohannFriedrich Weidler schrieb 1726 davon, und in neu»er» Zeiten sind mehrere Werke über diesen Gegenstanderschienen. Kästn er Gesch. d. Mathem. I. 647.697. Wolf mathem. Lex. 760. Krünitz

1 .XXX 4 V. 5Z7. Fabric. I. 455. 45 y. Vollbe-ding Archiv. 286.

Marmor. Die Kunst, Marmor zu färben, soll MichaelAngrlo Bannen aus Florenz 1656 erfunden haben.

Sebastian del Piombo (geb. zu Venedig »485.gest. zu Rom 1547) erfand die Kunst, auf Marmorund andere farbige Steine zu mahlen, indem er sichder naiürlichen Farben des Marmors zum Grunde seinerGemählde bediente. Die Kunst, den roth- mit weißbesprengten Marmor, ohnerachtet seiner Härte dennochbehauen zu können, hat der Florentiner FranciscuSFerrucci, auch del Tadda genannt, der 1585 starb,zuerst gelehrt. Die Kunst, mit dem Grabstichel aufMarmor zu graben, hat Ferat aus ChalonS in Cham-pagne erfunden. Der Steinmehmeister Herrstorszu Linz hat 1777 die Kunst erfunden, Portraits undandere Gemählde, auf Marmor zu ätzen, die auf zweiLinien tief abgeschliffen werden können, und dennoch die-selben bleiben. Er lieferte eine Probe davon in einemkleinen niedlichen Brustbilde Friedrich des Großen.

Uebrigens war der Marmor den Griechen schon umSJahr der Welt 3000 bekannt, denn Homer gedenkt