Band 
Dritter Band.
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Mathematik

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hier am meisten aus. Nächst derselben haben die Ge-lehrten des Museums zu Alexandricn die ausgezeichnete-sten Verdienste um die mathematischen Wissenschaften.In dieser berühmten Stiftung der Ptolomäer lebteJahre vor Chr. G. Euklid es, dessen System noch bisjetzt als das beste Muster des geometrischen Bortrags»und der achten Strenge der Demonstration angesehenwird. Späterhin that sich, ein anderer alexandrinischcrMathematiker Hypsikles hervor. ArchimedeS undSokrates bereicherten die Meßkunst mit allerley wichti-gen Erfindungen. Hundert Jahre nach Euklide« mach-te sich Apollo nius um diese Wissenschaft verdient.Die alexandrinische Schule dlühete bis ins VII. Jahrh,nach Chr. G., und war bis dahin immer fruchtbar anvorzüglichen Mathematikern. Bei den Römern hieltzuerst der kriegerische Geist der Nation, dann die Ver-achtung gegen Griechen und griechische Wissenschaften,und zuletzt der überhand nehmende LuxuS, den Fortgangder mathematischen Wissenschaften sehr zurück. Immittlern Zeitalter erhielten sich die mathematischen Wissen»schaften bei den Arabern oder Saracenen, denen wirdie Ueberlieferung dieser Kenntnisse an den Occident, nebstverschiedenen Erweiterungen dieser Wissenschaft selbst zuverdanken haben. Im XV. und XVI. Jahrhunderteerwachte das Studium der mathematischen Wissenschaftenin den occidentalischen Ländern; und im XVIl. Jahrh,bürgen die Namen eines'Kepler , Cavalieri, Har-riot, Descartes, Leibnilz, Newton, Sturm,u. a. so wie im XVIII. Jahrh, die eines Wolf, Hau,sen, Segner, Kastrier, Karsten u. a. m. fürdie geschehene Ausbreitung und Vervollkommnung dieserWissenschaft. Gehler. III. i6r. Goguet. I. 212.s. 2Z8. Fischer III. 511. ff. Mensel Leirfad.