Miethfackeln 67
waren sie schon az68 zünftig. — v. Stettrn AugSb.
I. 7.
Miethfackeln, Miethlaternen. Da die Erleuchtungder Straßen in Paris anfangs noch sehr unvollkommenwar, so verfiel ein Italiener Abbc- Laudati aus demHaus« Caraffa aus den Einsall, Miethsackeln und Mieth,laternen anzulegen, wozu ihm im März 1662 dir aus-schließende Erlaubniß aus 20 Jahr ertheilet wurde. Ecsollte nemlich nicht allein in Paris , sondern auch inandern Städten des Königreichs an bestimmten Orten,Buden oder Posten errichten; wo jedweder «ine Fackeloder Laterne miethen, oder Jemanden für Geld habenkönnte, der ihm durch die Stadt leuchtete. Bon jedem,der eine Laterne auf eine Kutsche verlangte, mußten fürjede Viertelstunde 5 SolS, und von jedem Fußgänger3 SolS bezahlt werden. Um alle Streitigkeiten, wegender Zeit, zu vermeiden, mußte an jeder Laterne einegeeichte Sanduhr angebracht seyn. Beckm. Erf. I. 72.
Miethkutschen. Sind in London 1625 eingeführt.Anfangs waren ihrer nur 20. Im Jahr 1715 aberwurde ihre Anzahl aus 800 bestimmt. Edinburgh erhielt die ersten Miethkutschen 167z. In Warschau sind Fiacre erst 1778 angenommen. Kopenhagen soll 100 Miethkutschen haben. Die Anzahl aller Kut-schen in Paris schätzen einige auf 15,000. Schon vor30 Jahre» rechnete man die Anzahl aller Fiacre daselbstauf 1800, und man versicherte, daß diese jährlich iooFußgänger lebendig räderten. In Madrit sollen 4bis 5000, in Wien zooo herrschaftliche und Mieth-kutschen seyn. Beckm. Erf. I. 425. s, Kutsche. Fiacre.Berlins.
Mikroelektro Meter, Mikroelektroscop s. Conden-sator.