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Dritter Band.
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Mikrometer

Mikrometer. Ein Werkjeug zur Abmessung kleiner Grö-ßen, welches insgemein bei Fernröhren und Vergröße-rungsgläsern angebracht wird. Gascoigne fiel umsJahr 1640 zuerst darauf, dergleichen bei astronomischenFernröhren anzuwenden. Huygens (1659), Malva-sia, Piccard (i 665 ), Hevel, Römer, haben ^zu diesem Behuf verschiedene Einrichtungen angegeben. ^Gottfried Kirch erfand 1679 zu Berlin eins, wel- !ches unter dem Namen des . SchraubsnmikrometerSbekannt ist. Cassini erfand das astronomische !Netz von 45 Graden, welches Zanotti 1749 beschrie-ben hat. Mikrometer» die aus Gittern von Pf-rde-haaren, oder Linien auf GlaS, bestehen, haben De-chaleS und Zahn empfohlen. Die Vorschrift, die ^

Linien des Gitters mit Diamant in ein ebnes Glas zuschneiden, hat zuerst de la Hire 1701 gegeben. Bran-der schnitt die Linien mit einen Diamant so fein inGlas, daß sie kaum 1/200 einer Linie breit wurden,und ihre Abstände 1/10 1/20 einer Linie betrugen.Ich besitze mehrere dergleichen Elektrometer, auf welchemdie Linien so fein sind, daß sie schlechterdings mit blo-ßen Augen nicht erkannt werden können. Gehler III.207. V. 645. Krünitz XL. 211, Fischer III.Z7». Vollbeding Archiv. Zvc>. f.

Mikroskop. Das einfache Mikroskop, welches blosauS einem einzigen konvexen Glase besteht, muß eben soalt seyn, als der Gebrauch der Linsengläser. Denndiese Linsen konnten doch, sobald sie erfunden waren,zu nichts anders- als zur Vergrößerung kleiner und na-her Gegenstände gebraucht werden, ob sie gleich damalsden Namen der Mikroskope noch nicht hatten. Manbrauchte sie zuerst als Loupen und Brillen (s. diese) undverfertigte sie nachher immer kleiner und erhabener, um