Miniatur
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herauSgekommene systematisch« Beschreibung aller Gesund»brunnen und Bader der bekannten Länder rc. 8.
Miniatur. Diese Art der Mahlerey mag im mittlernZeitalter am meisten geblühet haben. Der Erfinder der-selben ist unbekannt. Zu den bekannten vorzüglichen äl-tern Miniatur-Mahlern gehören Odorico da GobbioAzzo. D. Locenzo 1410, Fr. Bernhards 145c»u. a. m. Ums Jahr i/zy hat Bincent von Mont-petil in Paris Versuch; gemacht, mit Oel in Minia-tur zu mahlen. Krünitz. XLI. iz6. s, Sulzer.III. 425. — Zu den ältesten Ueberbleibseln der italieni-schen Mahlerey gehören die mit Miniaturbildernversehenen Handschriften, die in großer Menge in denBibliotheken zu Toscana aufbewahrt werden. Dergleichensind aus dem X. Jahrhundert, eine Handschrift der 4Evangelisten, und des Julius Cäsar ; und an»dere aus dem XI. und XII. Jahrhundert. — FiorilloGesch. d. Mahlerey. I. 2Z2. 111 . IV. V. Register unterMinialurmahlerey. Fabric. I. 250. II. 719.inistrels s. Spielleute.
Iniuln s. Quecksilber.
innesängcr. Die von der Liebe zwischen beiden Ge-schlechtern dichteten, wurden im XII, Jahrhundert unterden Deutschen berühmt. Einige wollen behaupten,daß es schon zu Carls des Großen Zeiten (im VIII.Jahrh.) Minnesänger gegeben habe, und es ist nicht un-wahrscheinlich, daß sie aus den, von Carl dem Großengeduldeten Barden (s. diese.) nach und nach entstandensind. Sie dichteten in der schwäbischen Mundart, undman hat gegen 150 solcher Dichter, unter denen sichselbst Kaiser, Könige, Marggrasen und Fürsten besän,den, deren Gedichte bereits gedruckt sind. Ihre bestePeriode ging in der Mitte deS XII, Jahrhunderts an,