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Misericorde
und dauerte bis in die Mitte des XIII. Man nennt sieauch Ritterdichter. An ihrer Spitze sieht Heinrichvon Veldeck, urnS Jahr 1170, und schließen kannman ihre blühende Periode mit dem Heldengedichte aufden Landgrafen Ludwig von Thüringen, ums JahrIZ04. Man halt sie für Nachahmer der Proven«'zalen (s. diese.). Der Name Minnesänger ist schonzu der Zeit üblich gewesen, da diese Dichter lebten. Siehaben sich selbst so genannt. Rambach , Gedankenvon den Minnesängern, in der vermischten Abhandl. ausder Geschichte und Literatur. Halle 1771. S. 315. —Meusel Leiif. II. 789. — 792. — Forkrl Gesch.d. Musik. II. 762.
Misericorde, eine Art Dolch, welchen die Ritterschaftbis gegen die Mitte des XVI. Jahrhunderts nebst demDegen am Gürtel trug. Dieser Dolch erhielt den Na-men: I^issiücoröe. Denn wenn im Zweikampf einRitter unterlag, kniete der Sieger auf ihn und zog denDolch, um ihn damit, dem eingeführten Brauch nach, !zu todten, wenn der Besigte nicht sogleich Klirsriooräs !
rief, und sich seinem Ueberwinder dadurch zum Gefan« s
genen ergab. Hoyer Gesch. d. Kriegsk. II 1. S. 81.
Mißgeburt. Den Gedanken einer Clafsification der Miß-geburten, hat Fortunius Licoli, geb. 1577, gest.als Professor zu Bologna 1656, zuerst eingesührt. —Meusel Leitf. III. »261. Die Elassisication der Miß-geburten s. in Blumenbachs Handb. d. Naturgesetz.
9. Aufl. 21.
Mistel, Mistelbeeren. (Viscurrr alburu Dinn.)
Ist schon als ein Mittel wider dir Epilepsie in allenZeiten berühmt gewesen. Schon die Druiden haben den .Mistel gekannt, und den Baum aus welchen er wuchs, !
für heilig gehalten. Wider die Epilepsie hat ihn schon !