Musikanten
106
Namen der Oonkreri 6s 8. äulisn 6s Iblsneetrisro ge-stiftet, welche am azsten November izzr gerichtlich be-stätigt wurden. Diese neue Gesellschaft sing aber wie-der an, ein eben so liederliches Leben zu führen, alsvorher die Spielleuke geführt hatten, so daß ihnen beiGeld- und Gefängnißstrase untersagt werden mußte, ir-gendwo etwa« zu sagen, vorzustellen, oder zu singen,wodurch öffentliches Aergerniß gegeben werden könnte.Nach diesem strengen Befehl ging ein Theil wieder zuihrer alten Lebensart zurück; der übrige Theil aber ver-band sich auss neue unter obrigkeitlicher Bestätigung.Anfangs war das Mode-Instrument die Lcyrr, unddie Mitglieder der vorhin gedachten Gesellschaft hießenLompsZnons, äonZIsurs, lVlsnsstrisux, oder kls-mestrisrs. auch Msosstrels. Nunmehro aber, dadie Leyer abgekommen, dagegen aber eine neue Art vondreysaitiger Discant- und Maß-Violin (Vsdsc)aufgekommen war, gaben sie sich den Titel IVstsnstrsIz,stousurs ä'instrumsns tant Iraut yus das, und derKönig Carl VI. bestätigte diesen Titel durch ein am 14.April 1401 ausgefertigtes Patent. Nach diesem ist vondieser Gesellschaft lange nichts bekannt geworden. Manweiß bloß, daß sie eine lange Reihe von Königen(kol äs IVlensstrels) hatte. Der letztere, ZeanPierre Guignon, mannte sich Koi äss Violous, undwollte, wie einige seiner Vorfahren, außer den Musikan-ten, auch noch die Organisten und andere Musiker,die nicht zum Tanze spielten, sondern auch die Tanz-meister unter seine Bothmäßigkeit bringen, und bekamdarüber einen writläustigen Rechtshandel, der endlichzu seinem Nachtheil aussiel, und den König im Jahre177z bewog, diese musikalische Würde wieder aufzuhe-ben. — In Deutschland erhielt das Musikantenwe-
*