Band 
Dritter Band.
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Musivische Mahlerey

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zu versuchen. So schwach die Kunst im Ansänge war,so weil brachte man eS doch nachher darin. Nicht nurFußböden und Wände der Tempel, sondern auch Saale und die prächtigen Zimmer der .Vornehmen, wurden mitwusivischer Arbeit ausgelegt. Auch auf einigen Hausge-räthen wurden durch die, neben einander gelegten Perlenund Edelgestcine prächtige Gemählde vorgestellt. Der iKönig Hyra von SyrakuS (um 478 vor Chr. Geb.)ließ sogar in dem bewundernswürdigen großen Schiffe,welches Arch imede s erbauen ließ, den ganzen Inhalt !der Jliade Homers in musivischer Arbeit vorstellen.

Zu Rom ist angeblich Sylla der erste, der in demTempel der Göttin des Glücks zu Pränestr, diejenigemosaische Arbeit verfertigen ließ, welche sich großlenrheilsbis auf den heutigen Tag noch erhalten hat. DerGeschmack an dieser Arbeit ging so weit, daß einigeBürger sogar auf ihren Reisen, Kisten mit gefärbtenSternen bei sich führten, damit sie sich sogleich an denOrten, wo sie sich aufhielten, mosaische Fußboden könn-ten machen lassen. Etwas von dem Mechanischendieser Kunst scheint sich noch aus dem Alterthume bisauf die mittlern Zeiten fortgepflanzt zu haben. Gegendas Ende des XIII. Jahrhunderts soll Andreas Taßi,ein Mahler zu Florenz , der 1294 im gasten Jahre sei-ne- Alters starb, die musivische Arbeit wieder in Schwunggebracht haben. Er selbst harre sie von einem Griechen,Namens Apoll «niuS gelernt, der an der MarkuSkir-che zu Venedig arbeitete. Gaddo (Gaddi) (geb. zuFlorenz 1239, gest. 1312.) lernte die Kunst bei demTaßi, übertraf ihn aber bald in der Zeichnung, underfand die Kunst, historische Gemählde aus kleinenStückchen von gefärbten Eierschalen zusammen zusetzen, die er mit großem Fleiße und unglaublicher Ge.