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Dritter Band.
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Muskeln

blasrothen Fasern, jeder Muskel aus Bündeln solcherFasern, jeder größere Bündel aus kleinern rc., und dieseendlich aus den kleinsten Fleischfaserchen bestehen, hatMuys »7Zo auseinander gesetzt. - Alle Bewegungenerfolgen aus Zusammenziehung gewisser Muskeln. Wenn,nach Hallers Versuche, ein Mensch in einer Minuteeine Stelle der Aeneide herliest, in welcher 1500 Buch-staben vorkommen, so erfordert dies wenigstens 1500Zusammenziehungen und iZoo Relaxationen in dieserkurzen Zeit. Es giebt aber Buchstaben, wie z. B. da-r, die allein io und mehrere Conrraclionen und Re-laxationen erfordern, daß also zur Zusammenziehung weitweniger Zeit, als eine Tcrtie, hinlänglich seyn muß.Ueber die Stärke der Kraft, welche durch das Zu-sammenziehen der Muskeln überwältiget werden kann, ^und die Art, wie die Knochen als Hebel durch dieMuskeln in Bewegung gesetzt werden, hat Alph. Bo-ret li (geb. 1608, gest. 167h.) in dem bekannten Werkeäs rriotu unirnalium, und nachher Desaguliers aus-führlich gehandelt. Die Muskeln, welche den Fuß >und die Schenkel starr hallen, tragen das ganze Ge-wicht eines Mannes, das sich auf 140 Pfund, oft noch lweit höher setzen läßt, und heben dasselbe, wenn er sichauf den Zehen ausrichtet. Oft kragen Menschen in die-ser Stellung noch r6c» Pfund auf den Schultern, daßalso diese Muskeln stark genug sind, 300 Pfund zu ^halten. Im Tragen und Halten schwerer Lasten, beiausgerichtetem Körper, wo die Knochen von oben her gt-drückl werden, haben die Kräfte keine bestimmten Gren-zen. Man steht Menschen, die in dieser Stellung vieleCentner tragen, und eben das auch mit eingebogenemLeibe und Knieen thun können. Für den letzter» Fall !berechnet Borelli, daß die Knorpel und Muskeln des