Nachtwächter
"9
Mailien die Juden von den Römern gelernt hätten, istwobl nicht, denn schon im 2. B. Mos. 14, 24. wirdder Morgenwache gedacht. David sagt (Psalm 100,5.) Tausend Jahre sind wie eine Nachtwache. Daßauch in dem Talmud nur dreyer Nachtwachen gedachtwird, ist unstreitig gleichfals ein Beweis, daß die vier-te von den Römern dazu gekommen ist. — DieseNachtwachen wurden, wie es scheint, wegen des Tem-peldienstes, und hernach zur Ablösung der Sol-daten, abgerufen, (Psalm ny, 148) so wie über-haupt die Feste, Festtage rc. abgerufen zu werden pfleg-ten, (2e B. Mos. 12, lü. z. B. Mos. 2Z, 24.§. B. Mos. 15 2. 1. B. d. Kön. 2i, y. Irrem.
Zr , ü.) wie es denn auch noch heutiges Tages in Er-mangelung der Glocken, bei den Morgenländern öffent-liche Ausrufer giebt. — Auch die Griechen zählten,wie anfangs die Hebräer, nur drey Bigilien, de-.ren jede 4 Stunden enthielt, die Römer aber vier. —tHd. Lsllarius äs »igil. st luaukrat. vst. Hai.i6gy. — lllv. l-lst. V. 44. XXI. 27. Poppe Uhr-macher?. r6i.
Nachtwächter. Athen , und mehrere Städte Griechen lands , hakten wenigsten« Schildwachen an verschiedenenPlätzen. In Rom waren die trlumviri nocturni, diecokortss vißllium u. a, Äci allen diesen Anstaltenscheint man mehr auf die Abwendung der Feuersgefahr»a!S auf Verbütung nächtlichen Unfugs gesehen zu haben,wiewohl^mit der Zeit auch diese Aufsicht hinzukam.Das ZsMufrn der Stunden scheint erst nach Einfüh-rung der Sladtuhren, und wahrscheinlich in Deutsch land , ausgekommen zu seyn. In unsern Städten -stdie Policey, Anstalt mit den Nachtwächtern, neuer, alsman vermuthen sollte. Jedoch muß man Paris ausneh.