Band 
Dritter Band.
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Name

sie auch späterhin nur vorzüglich auf den zweyten oderletzten Taufnamen sahen. Der heutige Deutscheführt gewöhnlich außer seinem Eigennamen oderTaufnamen, (Bornamen) noch einen Zunamen.Dieser Zuname ist entweder ein bloßer Beiname, dervon einem gewissen Umstände veranlaßt ist, oder einerblicher, von den Vorältern auf den zeitigen Namen-träger verstammtcr Name; und heißt der Stamm-,Geschlechts-, oder Familienname. Der alteGermane hatte, so wie alle alte Völker, nur EinenNamen, den er bald nach der Geburt erhielt, und nieablegte. Sobald aber in der Nachbarschaft einer odermehrere vorhanden waren, die denselben Namen führ-ten, so mußten, um Irrungen und Mißverständnissezu vermeiden, neue Auszeichnungen erfunden werden,um die Gleichnamigen von einander zu unterscheiden.Hiezu bothen viele Zufälle eine Gelegenheit dar. Warz. B. unter mehrern, in der Nähe wohnenden Heinci.chen einer ein Schmidt, der andere ein Schneider,u. s. w. so unterschied man sie durch Heinrich Schmidt,und Heinrich Schneider. Wohnte ein Conrad bei einerhohen Linde, ein anderer war aus Bremen gebürtig,der Vater des dritten hieß Rudolph, so entstandenConrad zur Linden, Conrad Bremer, und Conrad Ru-dolphs u. s. w. So verfuhr man vormals überall, sonoch jetzt, besonders im gemeinen Leben, bei geringenLeuten, die noch keinen Slammnamen führen; so vor-mals und noch jetzt bei Fürsten und Königen, die keineGeschlechtsnamen haben, um sie, besonders nach ihremTode, von ihren Vorgängern und Nachfolgern zu unter-scheiden. (Krünitz am a. O 773.) Weil nun derNcbenname dem rechten Namen beigelegt wird, soheißt «in solcher Nam« ein Beyname. Dergleichen