Band 
Dritter Band.
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Beinamen sind nun, obgleich nicht alle, doch gewöhn-lich von der Nothwendigkeit erzeugt, und waren schonbei jedem Volke im grauen Alterthume vorhanden.Diese Beinamen treffen wir in den Urkunden erst imAusgange des X und im Anfange des XI. Jahrhundertsan. Im XII. Jahrhundert sind schon die mehrestenPersonen, Geistliche und Layen, mit Beinamen be-zeichnet; und aus solchen Beinamen sind unsre heutigenGeschlechts, oder Stammnamen entstanden, der-gleichen es vor dem XI. Jahrhunderte in Deutschland noch gar nicht gab. Der Adel nahm zuerst Ge-schlechtsnamen an. Der Anfang war unmerklich,und der Fortgang bis ins XIV. Jahrhundert langsam.Diese GeschlechtSnamen wurden zuerst von Lehngüternhergenommen. Vor dem XI. Jahrh, konnten daher auchnoch keine adliche Familicnnamen vorhanden seyn, weilnach der Constitution Kaisers Conrad II. von 10Z7die Lehngüker erst erblich wurden. Erst sinket man dieGeschlechtsnamen unter dem hohen, und dann unter demniedern Adel. Die ältesten GeschlechtSnamen sind vonLändern und Gütern hergenommen, die als Reichslehne«der unmittelbare Lehne besiff-n wurden. Sie warendie Namen der Länder und Güter selbst. Daher setztendie Edlen vor dem Namen des Landes oder Gutes, wo-von sie sich schrieben, die Partikel von, die auch wohl mitin, aus, aus, oder zu verwechselt wurde. Bür,gerliche Familien nahmen ihre GeschlechtSnamen seltenervon ihren Gütern her. Der Bürger eignete sich den-selben Beinamen zu, den (wie oft geschahe) das Publi-kum dem Vater beigelegt, oder er selbst angenommenhatte, setzte in öffenrlichei^ oder Privatschriften, diesenBeinamen seinem Taufnamen hinzu, und ließihn wieder aus seine Nachkommen verstammen; und so

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