Parucke
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an französischen Moden gefunden hatten» ahmten auchdiese gar zeitig nach. — Im Brandendurgischenkamen die Parucken unter dem Kuhrfürst FriedrichWilhelm (gest. 1688) auf. Im Jahre i6y8, nachandern 1701, wurde die Paruckensteuer von Fried-rich I. in Brandenburg eingeführt, worüber ein eignerParuckeni nspector angestellt wurde, die aber unterseinem Nachfolger Friedrich Wilhelm I. wieder ab-geschafft wurde. Die erste Paruckenmachec. Innung inBerlin , welche für die ganze Mark Branqenburg galt,wurde 1716 errichtet; und die Ordnung derselben vomKönig bestätigt. — Vor dem Kaiser Carl VI., dervon l/rr bis »740 regierte, durst- man sich nicht ohneParucke mit zwey Zöpfen sehen lassen. — Von einemParuckenmacher in Wien sind ums Jahr 1778 auchZwirnparucken erfunden, deren Frisur aus seinemweißen Zwirn gemacht wird, und selten, ober nie er-neuert zu werden braucht — Ein Genie bar den Ein-fall gehabt, Parucken aus Papiermaschä zu machen,und aus Gips zu gießen, welches »791 bekannt gemachtwurde. — Das Wort Parucke, oder Perrücke wirdvon korri^us hergeleitet, welches in der romanischen«der wallonischen, noch halb keltischen Sprache, worausam Ende des X. Jahrhunderts die jetzige französischeSprache entstanden ist, ein langes Haar bedeutete.Auch im Italienischen bedeutete I?arrucc:s im XV. Jahr«Hunderte ein natürliches, langes, starkes Haar. Jetztsoll dies Wort nur von falschen Haaren gebraucht wer-den. s. Puder. — Krünitz. LVIII. 628. Beckm.Techno!. 24z. v. Murr Journ. Xl^. 54. — Paruk-ken ohne Netz und Band zu verfertigen, die weitleichter, als die andern Parucken sind, hat RichardSpitzberg in Hamburg erfunden. Journ. für Fa-