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Dritter Band.
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Pelzhandschuhe

verschiedenen Namen der Pelzarten, welche in den alternSchriften vorkommen, sind schwer zu erklären. Beck»mann Erf. V. zz. 59. 40. 46. ff.

Pelzhandschuhe, waren schon im X. Jahrhundert ge,bräuchlich, wenigstens trugen die Mönche im WinterHandschuh von Schaff-llen, welche IVIukkuIas hießen,dahingegen dir Sommerhandschuh Wsnti genannt wur-den. Auf dem Concilium zu Achen im Jahr 8»?- wodie Kleidung der Mönche bestimmt wird, ist solches aus-drücklich verordnet. Wsntus ist noch im Niederländi-schen übrig geblieben, wo Wank noch jetzt einen Hand-schuh ohne Finger, nur mit einem Däumling, bedeutet.Auch Mukkula ist eben so gewiß deutschen Ursprungs.Beckmann Ers. V. 6g.

Pelzkleider. Deren haben sich die Griechen und Römer,zur Zeit ihres Wohlstandes, als sie Künste und Wissen-schaften trieben, wie es scheint» gar wenig bedient.Sie wurden damals nur bei einigen Festen, und sonstnur von armen und gemeinen Landleuten getragen» oderim Kriege gebraucht; wenigstens findet man sie nichtunter den Kleidern der Reichen, und unter den Gegen-ständen der Pracht genannt. Auch in den hebräischenSchriften scheinen Pelze nicht als gewöhnliche Kleidungvorzukommen. Ader im III. oder vielleicht schon imII. Jah.hundcrte scheinen die Pelzkleider den Römern be-kannt und beliebt geworden zu seyn. Die Völker amcaspischen Meere, und dir Maffageten, kleideten sichmit Serhundssellen. Zu den Kleidungen der altenDeutschen gehörten die Rennthierfelle. Bei der Be-kanntschaft mit den Römern entwöhnten sich die Deut-schen und andere nördliche Völker nach und nach derPelze, im Gegentheil hatten die Römer die Staatsklei-der ihrer Sieger angenommen. Harald IV. König