Band 
Dritter Band.
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Reif

auf dir, unter den Reichsständen zu »ertheilend« Mann.schaft eingerichtet, nachher aber auch zu Geldanlagen ge-braucht, und aller ihrer Fehler vhnerachtet, nach meh.rern Jahrhunderten noch nicht von Reichs wegen verbessertworden, ist bei Gelegenheit eines Römerzuges, welchenA. Carl V. im Jahre 1521 vornehmen wollte, aufdem Reichstage zu Worms zu Stande gebracht. Dieerste ächte Wormstsche Reichsmatrikel hat zuerst Moserherausgegeben. v. Selch ow Gesch. d. in Teutschl.gell. Rechte. §. 229.

Reif. Die Figuren des Reifs, und daß dieser so, wieder Schnee, aus sehr kleinen Eisnadeln, welche oft re-gelmäßige, aber auch oft unregelmäßige Gestalten bilden,besteht, hat Bierkander 1771, 1772 und 1774 zuerstbeobachtet. Schweb. Abhandl. XXXVU. 255.

Reisröcke; find eine französische Erfindung, und stam-men aus dem Zeitalter Ludwigs XIV. her. Krünitz.6 XX 111 . 7z.

Reim«. Mtt deren Erfindung hat es» nach Juvenelde CarlencaS folgende Bcwandniß: Die barbarischenVölker, welche das römische Reich anfielen, konntenihrer Poöfie die Schönheit nicht geben, deren ihre Spin»chr nickt fäbig war, und da sie die Hoffnung verloren,nach den Regeln des Sylbenmaaßes zu handeln, so glaub-ten sie, es sey angenehm, durch einerley Klang zweygierche, auf einander folgende Theile der Rede zu endi-gen. Dies sey der Ursprung der Reime, welche alleVölker» die der Römer Macht gefolgt wären, angenom,wen hätten. Die Dichter der Gvthrn, welche sichin Gallien festgesetzt hätten, Runers genannt, hättendie Reime eingeführt? und dasjenige, was sie in Versegesetzt, hätten sie Runen, und hernach Reime ge-heißen. Das Reimen sey in den Gedichten der Mutter-