Band 
Erster Band.
Seite
11
JPEG-Download
 

Advocattts

ri

geschahe «S, daß die Griechen die Adoption einführten.Wahrscheinlich haben sie sie von den Egyptecn angenom-men, bei denen man diese Gewohnheit in den entfernte-sten Zeiten eingeführt findet. (Exod. 2, 10.) GoguetII 55. Gatt 1.56. Funke neues Neal-Schullex. I. 42.

Advocaten, Sachwalter, gab es schon zu den Zeitender Griecben und Römer. Bei den Römern wurden die-jenigen Aävocati, xatronl csusas genannt, die einenBeklagten auf sein eignes Ansuchen, oder aus Befebl desPrätors, vor Gericht bcistanden. So lange der Kläger seine Klage vortrug, saßen die Advocaten auf Bänken,(sulissllis) und verhielten sich ruhig, so daß man nichtwußte, wer unter ihnen der Vertheidiger des Beklagtenwerden würde. Nach geendigter Anklage aber trat derAdvocat des andern Theils auf, und hielt in der Togavor dem Richter seine Verthridigungsrede. Der Standeines Advocaten war sehr ansehnlich; selbst Consuls undSenatoren übernahmen ein solches Geschäft unentgeltlich.Nachher, als man anfing, ein Gewerbe für Geld darauszu machen, sank das Ansehen derselben. Bei den Grie-chen führten die Sachwalter den Namen wur-

den von den Richtern den Heiden Partheyen zugegeben,und vertheidigten ihre Sache für Geld. Ihre Reden wa-ren aus gewisse Zeit eingeschränkt. Die Anzahl der Ad-vocaten in Athen , beließ sich auf zehne; sie wurdendurchs Loos gewählt, und führten auch den gemeinenNamen Ihre Bezahlung bestand in einer Drach-

me aus dem öffentlichen Schatze. — Potter Archäol.I. 178. 242. — Funke neues Real-Schullex. I. 45.

^eriituus, oder war bei den Römern ohn-

gefahr das, was bei uns ein Küster oder Kirchner ist.Er hatte die Aufsicht über die Tempel, und gewisse Ver-richtungen in denselben, z. B. sie aus, und zuzuschlie-