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Erster Band.
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Aerzte

tus kommen in dem nämlichen 6ten Jahrhundert, nochandere Aerzte nach Nom, die sich aber eben so wenig alsjener, daselbst niederlassen konnten, weil sie einen un-versönlichen Feind an Eato fanden, und waren also ver-wutblich Griechen, denn nur diese haßte Eato. Gegendie Hälfte des siebenden Jahrhunderts, als Eato schoneine geraume Zeit todt war, erhielt endlich die Arzney-wissenschaft durch Asklepiades einen ruhigen Aufent-halt unter den Römern. Er war aus Prusa, in By-thinien, gebürtig. Anfangs lehrte er die Beredsamkeitdaselbst öffentlich. Weil er aber hoffte, als Arzt mehr.zu gewinnen, so sing er an, zu prackiciren, ob er gleichnie die Arzneywiffeuschaft studiert hatte. Was ihm dar-in fehlte, ersetzte er durch Beredsamkeit, Menscheilkennt-niß amd Klugheit, wußte sich das gehörige Ansehen zugeben, und durch mehrere Aeußerungen und Procedurenwenigstens beim Pöbel einen starken Eindruck zu machen.Unter den vielen Schülern des AsNepiades sind Themi-so und Antvnäus Musa die merkwürdigsten. Erste,rer stiftete die werhvdasche Secte. Anivnius Musaaber übertraf ihn an Nubm. Es muß zu AugustsZeiten, überhaupt eine Menge Aerzke zu Rom gegebenhaben. Man sollte daher glauben, der verdienst derAerzte könne nur mittelmäßig gewesen seyn. Aber siemüssen sich doch recht gut gestanden haben. Plinius sagt: der Kaiser habe jährlich seinen Leibärzten 250 000Sesterzien, oder 6250 EonventlonSlhaler Besoldung gege-ben. Ein gewisser Quintus Sterrinius habe vor-gegeben, den Kaffec «inen Gefallen zu thun, wenn er demHose um 12,000 Eonvcntionsthaler diente, denn, wenner dem Publico diente, könne erS auf 14,000 bringen.Die alten Deutschen hatten keine ordentlichen Aerzte.Ihre wenige Kenntniß von dieser Wissenschaft war bei