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Erster Band.
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Amalgama

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fectus Cvll. St. Eathar. zu Cantelberg war, und Joh.Lundius vor iZn. ein großes Licht gegeben. (Stolleam angef. O. 127 ) — Fabric. I. 325. ff.

Amalgama. Amalgamation. Anquickung. Ver-quick» ng. Das Quecksilber vereinigt sich sehr leichtmit fast allen Metallen, und macht mit denselben, wennes in Menge zugesetzt wird, einen Teig, der sich knätenläßt, und Amalgama genannt wird. Da es sich hin-gegen, als ein Metall mit Erden nicht vereinigen läßt,so giebt es ein gutes Mittel ab, Gold und Silber ausErde und Steinen, worin sie befindlich find, zu scheiden.Man drückt das Amalgama durch ein Leder, in welchemdie edlen Metalle mit etwas Quecksilber zurückbleiben.Jene reinigt man von, letztem durch Hülfe deß Feuers,wobei das Quecksilber verdünstet. Eben dies Amalgamaaus Gold' dient auch zur Vergoldung der Metalle,indem man sie damit überzieht, und sie hernach derge-stalt erhitzt, daß das Quecksilber ganz verfliegt. — Ge-meiniglich hält man den ersten Gebrauch sür eine spani-sche Erfindung aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts.Der Spanier Juan de Cordova soll ihn in Deutsch-land zuerst ^592 in den Bergwerken von Kuttenderg be-kannt gemacht haben, und späterhin diese Scheidungvon mehrern spanischen Metallurgen, besonders vonFrancisco de Cardenes vervollkommnet seyn. Dieneueste Amalgamationsmethode hat Jgnatius vonBorn erfunden, und solche 1784 zu Stande gebracht.Aber schon Plinius kannte das Amalgama , und dessenGebrauch nicht nur zur Scheidung des Goldes undSilbers von erdigten Substanzen, sondern auch zur Ver-gold ung; und Vitruvius erzählt, wie map aasGold aus den damit gestickten und abgetragenen Kleider -wieder erhalte, wenn man die Kleider zu Äsche bceur»