Band 
Erster Band.
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70
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Auge

Fourmont 1728 zu Awyclä, nickt weit von Spar,ta entdeckte, für die ältesten gehalten. Eine ist dar-unter, deren Alter über zooo Jahre geschätzt wird, diealso in die Zeit zwischen Moses und Eyrus fallt.Diese sind wahrscheinlich nach den phönicischen die älte-sten, die man kennt. Ich habe diese wenigen Beyspielenur ausgehoben, um das Alter der Erfindung der In»scriptionen zu bewähren. Ausführlicher findet man dieSacke in den nachher anzuführenden Schriften. Unterden Griechen sammelte schon Palemon über 200 Jahrvor Ch. Geb. Aufschriften. Nach Ch. G. war Eyria-tus von Ancona , der erste, der im XV. Jahrhunderteeine Sammlung von Aufschriften veranstaltete, die abererst 1600 begannt gemacht wurde. Die erste allgemei-ne Sammlung von Inschriften von verschiedenen Orten,hat Pelr. Acbianus, ein berühmter Mathematikus, zuJngolstadt (gest. 1552) im Jahre ,534 geliefert. BuschHandb. d. Erf. I. 32z. f. Juvenel II. 126.

Auge. Die Strahlenbrechung im Auge will der AraberAlhazen , der im II. Jahrhundette lebte, zuerst beob-achtet haben. Das Verengern der Pupille beim Lich-te, und das Zusammenziehen derselben im Dunkeln, ha-ben schon Galen und die Araber bemerkt. Daß derStern bei Betrachtung einer nahen Sache sich verengere,und bei deren Entfernung sich öffne, hat Scheiner eben-sals bemerkt. Der knöcherne, aus schuppenförmigenBlättern zusammengesetzte Ring im Auge der Vögel, warschon dem Volcher Kvyterim XVI. Jahrh, bekannt. Das Loch in der netzförmigen Haut (Retina) undden darum gebenden gelben Sand, hat SömmeringI7Y1 entdeckt. Den Nutzen der geraden Muskelndes Auges hat Home genauer entdeckt, und deutlichereBegriffe von der Organisation der Hornhaut gegeben.