Band 
Erster Band.
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71
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Augenarzt

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Die erste Abbildung der Retina mit ibrent gelben Fle-cke und ihrer Halte hat Reit geliefert. Die Fehlerder Augen, als Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, rc. und dieschon längst bekannten Mittel, ihnen durch Glaser abzu-helfen, hat vor Kepler Niemand erklären können.Busch Handb. d. Erf. I. Zzo. Den Aufzieherdes obern Augenliedes hat Aranzi im Jahre 1548 ent-deckt. Wahrscheinlich wußte Falloppius davon nochnichts, als er sich die Entdeckung 155z zueignete. DenRunzler der Augenbraunen entdeckte Koyter. (Spren-gel Gesch. d. Arzney?. III. 5Zi.) Die Ähnlichkeit dcS Auges mit einem verfinsterten Zimmer, hat Porta »Z8Zzuerst entdeckt. Kepler aber hat zuerst 1604 die Artund Weise der Entstehung des Bildes im Auge richtiggelehrt, und Schciner in Rom setzte endlich 1625 dieKeplersche Erklärung ganz außer Zweifel. (Gehler I.ayz) Das sogenannte Kunstauge von Elfenbein,hat der Kunstdcechsler Stephan Zick zu Nürnberg , nochvor l6So zuerst verfertigt. Eben derselbe gab sich auchseil 1.700 viele Mühe, die Theile des Gehörs auS El-fenbein zu verfertigen; aber es wollte ihm dies Kunst-ohr doch nicht so gut glücken, als das Auge. .v. MurrNürnb. 708. 709. ck. Fischer I. 177. 19z.

Augenarzt. Schon 146z hat es zu Nürnberg einen Au-genarzt, Siegmund Vink, gegeben. Kleine Chro-nik Nürnbergs . 36.

Augusturarinde (Lortsx ^uZusturas; 6. ä.uZustinus.)Die Rinde eines Südamerikanischen, noch nicht hinläng-lich bestimmten Baums; die wie die Chinarinde gebrauchtwird. Die Spanier haben solche 1788 aus Amerika nachEuropa gebracht. Die erste Beschreibung derselben habenzwei Aerzte, Ewer und Williams, auf Trinidad , eineramerikanischen Insel, geliefert. Sie wurde 1789 in Land-