Bann-Mühlen
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1407 zu einer festen Form. Die Bank zu Stockholm ist eü68 erneuert, und hat 1688 ihre eigentliche Formerhalten. I» Wien hat K. Carl VI. 1714 die freyeUniversal-Bancalität errichtet. Busch Handb. d. Erf.II. r. S. Zi. wo die übrigen hieher gehörigen Schriftenangeführt sind. — Vollbeding Archiv. Suppl. 5.
Bann-Mühlen, Zwangmühlcn; — Mühlen, welche demLandesherrn gehören, und auf welchen die Unterthanenihr Getraide gegen eine bestimmte Abgabe mahlen lassenmußten; — davon siüben sich schon Beweise im XI.Jahrhundert. Ihr Ursprung war theils eine Folge derUnterjochung deS Volks, welches sich diese und noch meh-rere härtere Pflichten gefallen lassen mußte, die sich zumTheil als Denkmale der barbarischen Leibeigenschaft, nochin den aufgeklarten Zeiten erhallen haben; theils tratauch wohl der Umstand ein, daß die Erbauung der Müh-len zu allen.Zeiten kostbar, und also nur die Unterneh-mung der Reichen war; und um diese, wegen ihrer zumgemeinen Besten verschwendeten Gelder schadlos zu hal-ten, entstand die Bedingung, daß die Nachbarn auch irrZukunft, aus der von ihnen erbaueten, und keiner andernMühle mahlen lassen sollten. Beckm. Erf. II. ÜZ.
Barbieren. Von dem ersten Ursprung dieser Gewohnheitlaßt,sich wohl nichts mit Gewißheit sagen, doch muß siesehr alt seyn, da schon im alten Testamente desScheermessers (s. dieses) gedacht wird. Haarschee-rer gab es indessen weit früher, als Barisch eerer.Aus Griechenland kam das Barbieren nach Italien , undim Jahre 454 nach Erb. d. St. Rom, bracht» Publi-us Ticinius Mena dir ersten Barbierer aus Sici-lien nach Rom . Zu den Griechen war die Sitte desBartrastrens aus dem Orient und Egypten zu AlexandersZeiten gekommen. Der Barbier der Alten war zugleich