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Erster Band.
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Barbiton

Friseur, Bartputzer, und Nägelabfchneider inEiner Person. Bei dem Rasiren legten die alten Bar,biers dem zu Rasirenden. auch schon damals eine zottigeund rauhe Serviette zum Abtrocknen über die Schultern.Bei den Griechen war eine solche Serviette aus ungerö-stetem Flachse bereitet. Unter den Deutschen ist bald dasBartwachsenlaffen, bald das Bartrastrerr, zu verschie»denen Zeiten, und unter verschiedenen Umstanden undVerhältnissen, Sitte gewesen. Erst im XI!I. Jahrhun-derte kamen die Barbicrer in Deutschland wieder auf.In Frankreich find sie 1674 in Innungen gebracht.Universallex. III. Zzs. Möhsen Gesch. d. Wiff.in der Mark. Brandend. 284. 291. Funke neuesRealschullex. V. 766. Juvenel II. 417. BuschHandb. b. Erf. II. i. S. 57. 87. BollbedingArchiv. 50. Suppl. Z. s. Bart.

Barbiton, ein Saiteninstrument der Griechen, für dessenwahren Erfinder Alcäus von Mitylene, ein griechischerDichter, der zur Zeit der Sappho gegen 604 vor Ch-G.lebte, gehalten wird. Andere legen den Lerp andervon Lesbos (um 670 vor Ch. G.) oder dem Anakreo»(um 552 vor Ch. G.) diese Erfindung bei. Universal«lex. III. 420. Forkel Gesch. d. Mus. I. Zog. Hör.Darin. I. 1. v. ZZ.. Z2. v. z.

Barchent. So viel man weiß, haben die Barchentweberam ersten in Schwaben , unter dem Namen Schwaben -wieder, florirl, und sind daselbst auch, als besondereBacchentweber zuerst bekannt, und zünstig geworden.Im Jahre 1488 kamen viele Barchentweber aus SäM»- den nach Nmnberg, die sich daselbst besetzten. Später-hin sind auch im Würtembergischen. in Reichenbach, u.a. a. O. dergleichen Fabriken angelegt. Jacobson

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