Band 
Erster Band.
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Bart

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mögten. Da man aber auf Münzen schänden Philip.puS und seine Vorfahren ohne Bart sicher, so scheintdas Abscheeren desselben schon vor Alexander in Mace-donien Mode gewesen zu seyn. — Die alten Römerließen auch den Bart, gleich andern unkultivirten Völ»kern, wachsen, daher sie barbati genannt wurden. —Im Jahr 454 nach Erbauung Roms, sing die Sitte,den Bart abzuscheeren, zuerst an, da ein gewisserTicinius Mänas, oder Mäna, Barbicer aus Sici»lien nach Rom brachte. Scipio AfricanuS soll dererste gewesen seyn. der sich alle Tage barbiren ließ. Bisauf Hadrian blieb diese Gewohnheit, welcher die Sitte,den Bart wachsen zu lassen, wieder aufbrachte, umeinige Gewächse an seinem Kinne zu bedecken. Alleinman kehrte bald wieder zum Abscheeren zurück Der Lag,an welchem junge Leute sich zum ersten Male denBart abscheeren ließen, wurde festlich begangen, undgute Freunde schickten sich einander Geschenke. Das Al-ter worin man den Bart zuerst absckor, war nicht be-stimmt, es hing dies von eines jeden Belieben ab. Ge-wöhnlich geschahe es gegen das sistrJahr. August ließsich ihn im Lgsten Jahre abnehmen. Das erste Varthaarweihete man einer Gottheit. Nero that es in einegoldne, mit Perlen, besetzte Büchse, und weihete §s demkapitolinischen Jupiter. Nach dem gysten Jahre durfteNiemand mehr einen langen Bart tragen. Bei Unglücks-fällen, und in der Trauer aber ließen die Römer denBart wohl einige Jahre lang wachsen. Die Griechenhingegen schoren in solchen Fällen den Bart, welches aucheinige barbarische Volker thaten. — Bei den Calken,einem deutschen Volke, dursten junge Leute sich nicht eher.den Bart abscheeren lassen, als bis sie einen Feind ge«tödlet hatten. Philosophen ließen ihren Bart wach-