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Erster Band.
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Beinkleider

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Zeit, der im Jahr gy nach der christlichen Zeitrechnungstarb, konnte der Gebrauch derselben nur durch Krank-heit entschuldigt werden. Gleichwohl wurden diese baldgebrauch icker, und ju Ulpians Zeiten, der im Jahre226 umgebracht wurde, zu den gewöhnlichen Kleidungs-stücken gerechnet. Sie machten den Uebergang zu deneigentlichen Beinkleidern, welche viele Jahrhunderte hin-durch Huste, Schenkel und Beine bedeckten, wie diesnoch an Bildwerken des XIII. Jahrhunderts zu sehen ist.Bataver, Gallier, Deutsche, Sarmalen, Gelen, Goth-enu. a. hatten diese Kleider. Auch die Perser hatten der-gleichen. Aber nicht von diesen, sondern von den nordi-schen Nationen, nahmen sie die Römer an, wiewohlanfänglich mit Widerwillen der Patrioten. Sie scheinenanfänglich nur im Kriege und auf Reisen gebraucht guseyn. Als H 0 n 0 rius im Jahr 397 die gothische Tracht«erbot, nannte er ausdrücklich auch die Beinkleider; undOvid wirft den Tomitanern am Pontus vor, daß sie,lvelche doch von griechischer Abkunft seyn wollten, sichnicht schämten, persische Beinkleider zu tragen.

Erst vor einigen Jahrhunderten hat man angefan-gen, aus diesen Kleidungsstücken zwey Stücke zu mr-chm; dem obern ließ man die alten Namen: Hose,Beinkleid, und das untere, die Bedeckung der Bei-ne, nannte man Strumpf (truncus). Im Anfangedes XVI. Jahrhunderts hat man in Schottland schonBeinkleider im heutigen Verstände, und eine Art Strümpfegetragen. Eben diese besondern Kleidungsstücke warenauch damals schon in England gebräuchlich. Denn imJahre igio erschien der König Heinrich VIII. bei einemöffentlichen Aufzuge mit seinen Begleitern in prächtigerTracht, in deren Beschreibung Beinkleider und Strümpfebesonders beschrieben find, wovon beide ganz verschiedene