Bethglocke
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zu verkaufen. Äe wurden außerordentlich theuer bezahlt,weil man sie für ein Werk des Goldes ausgab. Zwi-schen den Jahren 1762 bis 1766 machte Model, be-kannt, der die Tropfen für den Grafen Bestuschef mach.te, daß die Materie derselben nicht Gold, sondern Ei-sen sey. Endlich machte der Pros. Murray 1780. diewahre Verfertigung, und die Nachricht bekannt, daß dierussische Kaiserin Catharina II. den Modelschen Erbendas Recept für zoon Rubel zur öffentlichen Bekanntma-chung abgekauft hatte. Da aber die Verfertigung die-ser Tinktur mit vieler Mühe und Kosten verbunden war,so hat der Apotheker Klaprvth zu Berlin eine wesent-liche Verbesserung zu deren Bereitung an die Hand gege-ben. Halle Magie II. z8o. Gesenius Handbuch2Zy. Dörffurt III. 1865.
Wethglocke. In dem sogenannten mittlern Zeitalter, m«s noch keine Schornsteine gab, hatte man das Feuermitten im Hause, in einer Vertiefung oder Grube, un-ter einer, im Dache angebrachten Oeffnung, welche, wenndas Feuer abgebrannt war, oder man zü Bette gehenwollte, mit einer hölzernen Klappe verschlossen ward.Damals war fast überall das Gesetz, daß das FeuerAbends zu einer bestimmten Zeit ausgethan, die Klappeverschlossen, und alles Volk zu Bette gehen, oder we-nigstens zu Hause seyn mußte. Diese Zeit ward durch»inen Glockenschlag angedeutet. In England hat Wil helm I. , der Eroberer, dies Gesetz ioö8 gegeben, unddas IZnitsZiurri auf 7 Uhr gesetzt, vornämlich um nächt-liche Zusammenkünfte zu verhindern, welches GesetzHeinrich I. noc> wieder aufgehoben haben soll. Vondieser alten Gewohnheit ist es vermuthlich herzuleiten, daßman sich noch jetzt in Niedersachsen , auch an andern Or,ten, wenn jemand aus einer Gesellschaft, früher als die-