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Erster Band.
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119
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Bette

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ser^lieb ist, nach Hause eilet, zu sagen pflegt: Er ge-horche der Bürgerglocke.

Dieser Glockenschlag hat denn auch Gelegenheit zuder sogenannten Bethg locke gegeben, welche man inprotestantischen Landern beibehalten hat. Pabst JohannXXII, verordnete izsz vornämsich, zu Abwendung dervielen Vorfälle, die ihm das Leben sauer machten, daßjeder bei dem IZnitsßio dreimal uva IVIarla bethen sollte.Nachher, als Cometen und Türken die Christenheit schreck-ten, vermehrte Pabst Calixtus III. , welcher 1455 zurRegierung kam, diese periodischen Gebethe dadurch, daßer auch des Mittags die Belhglocke schlagen ließ. Brck-mann Erf. II. 440. Fabric. II. 10Z6. 1060.

Bette. Der Gebrauch der Betten ist sehr all; aber ihreEinrichtung wag wohl sehr verschieden gewesen seyn.Schon zu Jacobs Zeiten war das Bette bekannt, wieaus 1 B. Mos. 47, Zi. 48, 2. und 49, zz. deutlichhervorgeht. Eines eisernen Bettes, welches der König Og zu Basan hatte, wird 5. B. Mos. Z, n. gedacht.Beim Amos 6, 4. kommt ein elfenbeinernes Bettevor, und Ezechiel 2g, 41. redet von einem herrli-chen Bette. Die Griechen hatten schon in den heroi-schen Zeiten Bettstellen mit Gurten, Matratzen, Oberde-cken, und wahrscheinlich auch mit Kopfkissen. Himmel-sponden mit Vorhängen scheinen sie nicht gehabt zu Ha-ien. Die hölzernen Bettstellen der Könige und Fürsten waren übrigens mit Platten von Gold und Silber, undmit Stücken von Elfenbein geziert. Die alten Römerschliefen aus Baumblallern und Thierhäuten, aber siekamen nach und nach zu den kostbarsten Bettstellen vsnEedern- und Ebenholz, und zu den herrlichsten Betten,und mit Gold und Seide durchwirkten Decken. UnsreVorfahren, die alten Deutschrn, schliefen auf bloßer Erde,

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