Branntewein
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gerung von Rbodus aus die Stadt warfen, waren eineArt Brandkugeln. Hoyer Gesch. d. Kriegsk. I»' 35 - 459 -
Branntewein. Dir Zeit der Erfindung des Brannte-weins ist nicht mit Gewißheit bekannt. Daß der erste
von Arabern aus Wein gemacht, und deswegen vj-num ustum genannt worden; daß arabische Aerzte ihnzuerst zu Arzeneyen angewendet; daß die Europäer ihnaus arabischen Büchern kennen gelernt haben, und daßseine Bereitung noch ums Jahr ,ZZH sehr schwierig undumständlich gewesen, auch noch von den Chemikern alseine 'geheime Kunst angesehen worden, ist mehr alswahrscheinlich. In den Jabren 1483 bis 1494 war erin Deutschland nock kein allgemeines Getränk, sondernman sahe ihn damals noch als eine Arzney an. Die äl-teste deutsche Schrift vvm Branntewein ist das Verzeich,»iß der ausgebrannten Wasser von O. Mich. Schrick,Augsburg 1483. Fol.- Erst gegen das Ende des XV.Jahrhunderts, oder noch spater, ums Jahr 1529scheint er in allgemeinem Gebrauch gekommen zu seyn,und hieß damals noch gebrannter Wein. Die erstengedruckten Bücher, darin des Brannteweins gedacht ist,empfehlen ihn, als ein Präservativ wider die meistenKrankheiten, und als ein Mittel, schön und jungzu bleiben. — Im Erzstifl Eälln kommt er imersten Viertel des XVI. Jahrhunderts noch nicht vor.Landgraf Wilhelm II. verordnete in den ersten Jahrendes XVI. Jahrunderts, daß Niemand, der gebranntenWein seil hatte, das Zechen in seinem Hause gestatten,sondern den gebrannten Wein aus seinem Hause verkau-fen sollte. Im Jahr 1524 verbot Landgraf Philipp ,Branntewein zu schenken, und zu verkaufen. In derMiste desselben Jahrhunderts aber ward er in Italien