Buchhandel
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ten handelten, und ihre öffentlichen Buchläden hatten.Der jetzige Buchhandel entstand mit dem. Anfange derBuchdruckerkunst, und war ursprüglich das, waswir den Bücherverlag nennen. Diejenigen, welcheBücher druckten, waren zugleich Buchhändler. Der ersteBuchhändler war Frist, oder Faust, der seine, vonihm gedruckten Bibeln nach Paris zum Verkauf brachte.Aus diesem Bücherverlage entstand der Sortiments-handel, da sich Personen fanden, welche die Veclags-hücher verschiedener Buchdrucker an sich brachten, und sol-che verkauften. Solche Buchhändler, die mit gedruck-ten Büchern handelten, findet man schon im XV. Jahr-hunderte in Italien und Deutschland. Zu Ulm warendergleichen 1480, zu Nördlingen 1499. Nach dem-Sortimentshandel entstand der eigne Werlagshandel,da die Buchhändler den Gelehrten ihre Manuscripte ab-kauften, und solche aus ihre Kosten drucken ließen. Dererste bis jetzt bekannte Nürnbergische Buchhändler dieserArt war Johann Otto, im Jahre 1516. NicolauSMollin, ein Buchdrucker aus Deutschland , legte um1588 in Riga den ersten Buchladen an. In Leipzig fanden sich erst um 1545 die beyden ersten Buchhänd-ler Steiger und Boskopf, die, nebst andern, denBuchhandel treibenden Buchdruckern, die gelehrten Pco-ducte zu debitiren suchten, und auch die Druckereyen selbstbeschäftigten. Die Bücher wurden nach Frankfurt a. M.zur Messe gebracht, wo die älteste Buchhändler-Messe war. Nachher wurde in Leipzig eine Buckhänd-lermesse gehalten, die noch jetzt die berühmteste ist. himsJahr 1667 war diese Messe schon sehr ir» Aufnahme. —Meusel Leits. z. Gesch. d. Gel. 11.686 f. v. StellenAugsb. 44. Kleine nürnb. Chron, 53- Allgem.