Band 
Erster Band.
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Butter

und zweifelhafteste Erwähnung der Butter ist beim He,rodot, (in der Erzählung von den Scyten, und diesist das erstemal, daß, die Benennung Butter vorkömmt,)welche auch HippocrateS noch einigemal nennt, undzum äußerlichen Gebrauch empfiehlt. Bald nach deinHippocrateS hat Anaxandrides der Butter beiden,Thraciern gedacht, welches die Griechen damals nochfür ein wunderliches Essen angesehen haben. Aristote-les hat die Butter gar nicht 'genannt. Aber Diosco,rides und Galen beschreiben ihre Bereitung und schrei-ben ihr medizinische Wirkungen zu. Ersterer bemerktauch zuerst ihren Gebrauch beim Zubereiten des Gemüsesund beim Backwerke, wozu man sonst Oel und anderesFett nahm. Plinius schreibt die Erfindung der Lüt-ter den alten Deutschen zu, und es ist gewiß, daß siekeine griechische oder römische Erfindung gewesen, son-dern, daß erstere sie durch die Scyten, Thracier undPhrygier, letztere durch die deutschen Völker kennen ge,lernt haben. Aber auch, nachdem Griechen und Römerdie Butter kennen gelernt haben, haben sie sie doch nurstatt Salbe in den Bädern, und vornemlich zürn Arz»neygebrauche angewendet,' aber weder in der Küche zurZubereitung der Speisen, noch als Zugericht auf denTafeln, gebraucht. Man hatte sich damals gänzlich anden Gebrauch des guten Oels gewöhnt, sowie noch jetztdie Butter in Italien, Spanien, Portugal !, und im südli-chen Frankreich wenig im Gebrauch ist, wo man sie hinge-gen noch nach alter Weise, in Apotheken zum Arzneyge-Lrauch kaufen kann, wie sie sich denn auch in den hei-ßen Ländern nicht wohl gut, erhalten läßt. Aus allenNachrichten der Alten scheint auch hervorzugehen, daßman die Butter noch nicht so rein und fest zu bereitengewußt hat, als diejenige ist, welche wir aus unsere