222
Chirurgie
burtshelfer, zur Erleichterung ihrer Geschäfte, schmälerzu machen, ist eine Erfindung des O. Osiander.Ostand. Denkwürd. f. d. Heilk. II. St. r.
Chirurgie. Anfänglich waren Medicin, Chirurgie undPharmacie keine getrennte Gewerbe. Nur in der Folgeder Zeit wurden sie getrennt. Nach Celsus hat dieChirurgie in Ansehung des Alterthums, vor allen Thei-len der Arzneykunst den Vorzug. Von Salben undPflastern wußte man.in den ältesten Zeilen nichts. Au-ßer den Verbanden bediente man sich bei Wunden mit duZeit des Safts von einigen Wurzeln, von einigen zerstoßenenöder in Wasser und Wein eingeweichten Kräutern, auchwohl des Oels und Harzes. Die Instrumente der erstenWundärzte mußten sehr unvollkommen seyn. Wahlschein«lich waren eS schneidende Kieselsteine, spitzige Knochen,Gräten von Fischen u. dgl. Aus 2. B. Mos. 4, 25.geht hervor, daß man auch bei der Beschneidung Steinegebrauchte. Die «zyprischen Balsamirer bedienten sicheines sehr scharfen Steins, aus Aethiopien , die todtenKörper zu öffnen, und die Eingeweide herauszunehmen.Goguet. I. 199. Die erste chirurgische Schrift indeutscher Sprache, hat Hieronymus Brunschwig herausgegeben. Sie hat den Titel: Dies ist dasBuch der Chirurgia , Hantwirkung und Wund-arzney. Strasb. 1497. Fol. — Bernstein IV. 424.—Man sehe Curt Sprengel Gesch. d. Chirurgie!. Halle2805. — Fabric. allgem. Gesch. d. Gelehrs. III. Re-gister, unter: Chirurgie, und in diesem Luchedie einzelnen hieher gehörigen Artikel.
Chor der Cavallerie hat der K. von Schweden Gu-stav Adolph , im dteißigjahrigen Kriege zuerst einge-führt. Hoyer Gesch. d. Kriegsk. I. 460.
Chocolate. Ist eine Erfindung der Amerikaner. Als die