Band 
Erster Band.
Seite
264
JPEG-Download
 

2 §4

Degen

teles dem Pabste SixtuS IV. und ließ «S so kostbareinbinden, daß der Band allein auf 40 bis 50 Kronen,oder gar Ducaten zu stehen kam. Der Pabst bezahlteihm den Band, welches Geld Gaza in die Tiber warf,von Rom wegging, und bald darauf 1478 starb.Peter Bictorius, einer der gelehrtesten Männerdes XVI. Jahrhundert- (gest. »585) wurde von einemGeistlichen gebeten, daß er ihm «in gewisses Buchdediciren mögte, und dieser versprach ihm dafür 2000Goldgülden. Aber Victorius schlug es ab. Fa-bric. I. 795. II. 809. yi8. III. 298.

Degen. Die Erfindung des DegenS legt man dem Be<lus, König in Assyrien und Vater des Ninus, bei,(ohngefähc 1312 I. vor Eh. Geb.). Abraham nahmsein Schwerdt, um den Jfaac zu opfern. Simeon undLevi dringen, mit dem Degen in der Faust, in Si-chern, und bedienen sich desselben, um die Einwohnerzu ermorden. Dies Gewehr ist also vom höchsten Alter-thume in Asien bereits bekannt gewesen. Goguet. I.322. Die erst« deutliche Spur des DegenS (oderSchwerdtes) findet sich 1. B. Mos, 22, 10. 34, s§.,und Hiob 15, 22.

Degenlragen der Studenten. Zu Orleans hatHeinrich III. im Jahre 1553 den Studenten die Frei-heit gegeben, Degen zu tragen. Die Studenten zuKoppenhagen erhielten das Recht, Degen zu tragen,von König Friedrich III ibZy, weil sie sich bei derBelagerung der Stadt durch die Schweden , sehr tapfergehalten hatten. In Salzburg ist das Dtgentra-gen der Studenten 1632 oder 1634 aufgekommen; undhier nimmt dasselbe, wenigstens für Deutschland ,seinen Anfang'. Auf den Preußischen Universitätenist diese Gewohnheit, als eine höchst unnütze Sache,