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des l. Jahrhunderts, sagte dasselbe von der Thors derJuden. Von den Griechen und Römern findet manzwar nichts ähnliches ausgezeichnet, aber es laßt sich nachWahrscheinlichkeit vermuthen, daß sie Statuen, Mo-numcntr» Schilde u. dgl. mit goldenen und silbernenInschriften schmückten. Jm^ mittlern Zeitalter war dieKunst, mit Gold zu mahlen und zu schreiben, seheüblich. Von den Persern ist es auch bekannt, daß sieBfiese an vornehme Personen auf weißem Papier mitgoldenen Buchstaben schrieben, und Namen und Titelder Person, an welche der Bries geschrieben war, mitGold mahlten. Die Gvlddinte wurde auf verschiedeneArt verfertigt. Gewöhnlich vermischte man reines Goldmit Silber in einem.Schmelztiegel über dem Feuer,that porphynschen Marmor und Schwefel dazu, undsetzte dies, in einem glatten, irdenen, wohl zugedeck-ten Gefäße, so lange an gelindes Feuer, bis es rothward, ließ es dann erkalten, zerstieß es aufs neue ineinem marmornen Mörser, mit vielem Wasser, undspülte den Bodensatz so lange mit Wasser ab» bis esvöllig rein war. Wollte man damit schreiben, so thatman Abends zuvor etwas Wasser und Gummi dazu,und erwärmte es ein wenig am Feuer. Zu großenBuchstaben legten die Goldschreiber erst einen Grund vonOcker mit Gummi, oder von Zinnober, und überstri-chen diesen dann mit einem Pinsel mit der Gvldfarbe.Mit Gold und Silber findet man gewöhnlich nur dieBücher des alten und neuen Testamens, lichurgischeBücher und wichtige Urkunden geschrieben. Die silbernensind seltener als die goldnen. — Potter Archäol.III, 319. — Wehrs vom Papier und den übli-chen Schreibmaterialien, gsr. ff. — Funke