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Erster Band.
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289
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Discus

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Ursprünglich wurden alle Urkunden in lateinischerSprache verfaßt; und bis aus Rudolph I., der 127zzum Kaiser erwählt wurde, blieb das Lateinische ,die Sprache der Neichskanley; unter ihm kam die deut»sche Sprache etwas mehr in Gang; doch sind deutsch abgefaßte Urkunden aus dem XIII. Jahrhundert noch im»wer eine Seltenheit. Die erste Pommersche Urkundein hochdeutscher Sprache ist von 1541, die erste inBöhmischer Sprache von 1395, das älteste Documentin ungarischer Sprache von 1473. Im Meklen.burgischen wurde die hochdeutsche Sprache zum erstenmale 7552 in den Fürstlichen Kanzleyen gebraucht.Meusel Leitf. z. Gesch. d. Gelehrs. III. 1605 f.Satterer vrakt. Diplomatik. Tött. 1799. BuschHandb. d. Ers. III. 2. S. 159. ff. Juvenel.II. 96.

! Discus, eine mit einem Riemen versehene Scheibe von! Stein oder Metall, die zum Werfen und Schleudern,! besonders in den olympischen Spielen, gebraucht wurde.Für den Erfinder derselben wird Perseus , ein Sohnder Danar und des Jupiters, gehalten. Seybold, Mythologie. 335. Schon Homer gedenkt der Uebung1 mit dieser Wurfscheibe. Die Römer haben sie won den> Griechen angenommen. Pott Arch. I. 965.

! Dispensatorium. Das erste soll Valeries CorduS,der 1515 geboren worden, ausgearbeitet haben, wenig«stens soll es zuerst mit obrigkeitlicher Bewilligung bekanntgemacht seyn. Aber Haller hat schon ein älteres vonMaitraire von 1498 angezeigt. Eordus scheint in»

^ zwischen das Wort «Uspoisatorium für eine Vorschriftzur Bereitung der gebräuchlichsten Arzneyen zuerst ge-braucht zu haben. Beckm. Erf. II. 518. Fabric.Ist, 541. Nach Sprengel haben die Muhamedaner,

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