288 Diplomatik
Lpz. 1776. — Fischer. I. 690. M-usel Leitfaden.
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Diplomatik. Ihren Ursprung hat diese Wissenschaft ei-ner diplomatischen Streitigkeit zu danken, die im Iah»i6zz wegen der lciecischen Abtey St. Maximin; —einer andern, die 164z über eine Urkunde des KlostersLindau ; — und einer dritten, die 1(48 über dievon der Stadt Magdeburg gerühmten Privilegien ent-stand, wodurch viele gelehrte Männer bewogen wurden,die Kennzeichen der ächten Urkunden genau zu erforschen;da denn aus den Resultaten dieser Untersuchungen Re-geln gemacht wurden, welche die Grundlage zur Dixle-watik wurden. — Das erste wichtige Werk über dieDiplomatik, hat Mabillon, ein Benediktiner -Mönch,lgeb. ibZ2. gest. 1707) im Jahr 168r zu Paris gelie-fert.— Die ersten diplomatischen Vorlesungen soll Chr.Heinr. Eckhard, (geb. zu Quedlinburg 1716, gest.1751) Pros. zu Jena , gehalten haben. — Der erste !aber, der systematisch über diese Wissenschaft geschriebenhat, war Popebroch, ein Niederländer, im Jahre1Ü75. — Au Altorf war der Pros. Chr. Andr. Will(gest. 1798) der erste, der die Diplomatik theoretischund praktisch lehrte. — Ein Hauptverdienst um dies ^Studium hat sich I. C. Gatterec, durch seine 1765, >
1798 und 1799 über diesen Gegenstand herausgegebenenSchriften erworben. — Im V. Jahrhundert findet manschon Diplomen auf egyptischen oder Membranen-Pa-pier. — Schon zu Anfang des XI. Jahrhunderts fingman in Deutschland an, Siegel an die Urkunden zuhängen; außerhalb Deutschland aber sind die hän- !genden Siegel noch weit älter. — Au den älte-sten Urkunden mit Unterschriften, gehört die Skis«tungsurkunde der Wiener Universität , von 1365. —