Edelleute
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Edelleute. Der wahre deutsche Adel entstand zur Zeitder Völkerwanderungen, (s. Adel) Obgleich das WortNobllss vor dem XII. Jahrhunderte und auch noch eini-ge Zeit nachher, nur gewöhnlich den höher« Adel bezeichnete, indem der niedere Adel mit den Namen,Milites, Manne, Dienstmanne, bezeichnet zu wer-den pflegte, so soll doch auch der niedere Adel schon imIX. Jahrhunderte zahlreich gewesen seyn, und den Titelheodilis empfangen haben; und auch im XI. Jahrhun-derte IVIilltes oder Ritter schon I^odilos genannt wor-den seyn. Im XIV. Jahrh, nahmen die deutschen Rik,ter sowohl, als auch die Dienstleute der Großen inDeutschland allgemein den Namen der Edelleute an;welches eine Urkunde Kaisers Ludwig V., vom JahreiZZi beweiset, in welchrr schon Personen vom niedernAdel Edelleute genannt werden. Busch Handb. derErf. IV. ic>. Krünitz X. 49. s. Adel. Adelsbcief.
Edict, beständiges. (Lckicturri psrxstuurri.) Als dieAnzahl der Edicte der Pratoren zu sehr angewachsen war,viele sich auch darunter nicht mehr aus die gegenwärtigeZeit schickten, und der Kaiser Hadrian den Prätorendie Gewalt nicht weiter verstatten wollte, nach dem ehe-maligen Fuße neue Edicte zu machen, so trug er demSalvius Julianus auf, eine Sammlung der nütz-lichsten, und auf die damalige Regierungssorm sich schi-ckenden, Edicte zusammen zu tragen. Dies geschahe,und die ganze Sammlung wurde unter dem Namen:Lciictum xsrpstuuin, im Jahr Chr. IZI. bekannt ge-macht, und zugleich den Präkoren anbefohlen, durch«gängig darnach zu sprechen. — v. Selchow Gesch. d.in Teutsch!, gelt. Rechte. §. 66. s. Es ist aber dieganze Sammlung verlohren gegangen, an deren Herstel«