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Erster Band.
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Espalme

gen, und in Begleitung vieler Geistlichen und derVolks durch die Straßen in dir Kirche geführt, und so-wohl um den Esel, als vor der Kirchenthüre» besondereLieder gesungen. Die Absicht des Festes war, die Pro,pheten in einer Pcocession vorzustellen, welche die Ge-burt Christi vorher verkündigt hatten. Balaam er,schien auf einer Eselin, und dieser Umstand alleinscheint dem Feste seinen Namen gegeben zu haben.An Gesetzen gegen diese und andere schändliche, denGottesdienst entweihende Mißbräuche, hat es nie gefehlt.Die Concilien haben stets dagegen geeifert. Im Conciliozu Trier » im Jahre 1227, wurde allen Predigern der,boten, herumstreifende Menschen, dergleichen es in denfinstern Jahrhunderten in ungeheurer Menge gab, inden Kirchen etwas singen, und den Gemeinden dadurch«in Aergerniß geben zu lassen. In andern, vor denJahren 1274, 1287 und 1291, wurden solche Befehleerneuert. Aber Befehle konnten hier nicht helfen, stlange nicht durch guten Unterricht in den Schulen, bes-sere Begriffe, und durch das Beispiel der Geistlichen,bessere Sitten veranlaßt wurden. Beides aber konnte indiesem Zeiträume nicht entstehen. Forkel Gesch. d.Musik. 11 721. s. Geistliche Schauspiele, könig-lick er Gesangs

Espalme. Eine Art von Mastixsirniß, zur Verwahrungder Schiffe gegen Fäulniß und Wurmstich, hat ein Pa-riser» Nahmens Maille, 1726 erfunden. Jeblons-ky allgem. Lex, d. K. u. W. 425. Vollbeding Arch.

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Lsssntiu äulois, die Hallische, hat Friedr. Christ.Richter erfunden. Fadric. lil. 1084.

Cßig. Aus Wasser mit wenigem Honig gekocht, einenEssig jv bereiten, lehrte schon Basrlius Valenti»