Färberröthe
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Holland färben. — Man s. die Artikel Brasilien »holz, Färberröthe, Cochenille, Jndig, Orse-ille, Scharlach, Purpur, und mehrere. — Gat,terer I. 35. — Goguet I. II. 86, III. 274.
— Busch Handb. d. Erf. IV. 2. S- 2z. — Hallefortges. Magie III. 574. 576. — v. Murr Journ.V. Zo. VII. 16. — v. Stetten Augsb. I. 250. —Vollbeding Arch. 150. — Beckm. Lechnol. 6. Aufl.136. N. z. — Bischof Versuch einer Geschichte derFarbekunst. Stendal 1780.
Färberröthe, eine Pflanze, deren Wurzeln zur rothenFärberey gebraucht werden, und die sowohl in der Le-vante, als auch in Italien , in den südlichen Theilenvon Frankreich, und der Schweiz wild wächst, habenschon die Griechen und Römer gekannt. Im mittlernZeitalter hieß die Pflanze Vsranoia, woraus die Fran«zosen ßarsucs gemacht haben, und vielleicht ist darauszuletzt das Holländische und deutsche Grap, Krap, ge-worden. Im Jahre 1738 ward durch einen Zufall dieEigenschaft dieser Nöthe bekannt, daß nach ihrem Ge-nusse die Knochen der Thiere roth gefärbt werden, wel-ches der englische Wundarzt Belchier, als er bei einemKattundrucker speisete, an den aufgesetzten Schweine-fleische bemerkte. Man hatte nämlich die Schweine mirKleyen-Wasser gefüttert, worin die gedruckten Kattuneabgesotten worden, welches von dem gebrauchten Kraproth wird. Die Färbung des Harns und Auswurfsnach dem Genusse der Wurzeln, haben schon die altenAerzte, welche sie in Krankheiten oft gaben, bemerkt.Der älteste Schriftsteller, der der gefärbten Knochen er-wähnt hat, ist Lävinus LemmiuS, ein Arzt, der1505 zu Zirickzen in Seeland geboren worden, und da-selbst 1563 gestorben ist. Beckmann Ers. IV. 41.