Band 
Erster Band.
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356
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Färberey

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Venedig eine Färberordnung bekannt gemacht.In der Mitte des XVI. Jahrhunderts brachten die Hol.länder den Jndig (s. diesen) aus Ostindien nach Euro,pa; die Färberey damit wurde aber erst gegen das XVII.Jahrh, allgemein bekannt. Zm Jahr 1669 und1672 wurde dir, auf Colberts Veranlassung voniHerrn v. Aldo verfaßte Farberordnung, worin dieSchönfärber und Schlechtsärber besondere Gesetzeerhielten, in Paris publicirt. Das Färben derBaumwolle mit Färberröthe scheint in der L-vantrseinen Ursprung genommen zu haben, wo das türkischeGarn damit gefärbt wird, welche Kunst diese Länderlange-ausschließlich besessen haben. Im Jahr rbyikam das Krapprothsarben durch Georg Neuho, !fer, der es in Holland gelernt harte, nach Augsburg , j UmS Jahr 1760 kam die Kunst, Türkischrtth !zu färben, durch einige, aus Salonichi, Smicna, und !Adrianopel berufne Arbeiter, auch nach Frankreich . ^

Wie durch Vereinigung zweyer Hauplfarben, z. E. dirgelben und blauen, eine dritte, ganz verschirdm,z. B. die grüne Farbe entstehe, hat du Fay 17Z7am deutlichsten gelehrt, und erwiesen. Die Kunst,blau auf gelb, und gelb auf grün zu färben, ist1778 von zwei schwäbischen Fabrikanten zu Stande ge-bracht. Der erste, der eine Theorie der Färbeekunstselbst ausstellte, nach weicher er die Beständigkeit derächten Farben zu erklären, und die Ursach davon anzu-geben sucht, war Hellot im Jahre 1749. ZnEngland hat die Färberkunst erst im XVIII. Jahrh.Fortschritte gemacht, ob man gleich schon 1596 ein ari-dem Holländischen ins Englische übersetztes Färbebuchhatte. Bor dem XVIII. Jahrh, ließen dir EngländerTücher, die eine besondere Farbe erhalten sollten, in