Band 
Erster Band.
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361
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Falknerey

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fange deS XVI. Jahrhunderts vorzüglich gute Töpferwaa»reu dieser Act, so wie auch zuPesaro, Gubbio , Urbino ,und in andern Städten Italiens verfertigte, die weitverfahren wurden. Sie hatten ihren Ruhm vorzüglichder großen Geschicklickkeit zu danken, womit Raphael,Julius von Rom, Titian u. a. geschickte Künst-ler, sie bemahlten, wiewohl andere mit mehr Wahr-scheinlichkeit behaupten, die Mahlerey sey nur nach den,von Raphael gezeichneten Kupferstichen deS bolognesi«scheu Kupferstechers Marc Antonio oder Raymond!gemacht worden. Diese Waare behielt ihren Werth nichtlange, weil um diese Zeit das chinesische Porceli-la in häufiger noch Europa kam, welches zwar in Ab-sicht des Materials viel besser, aber in Betracht derFarben viel schlechter war. Im Jahre 1580 bewunderteMonlagne die Töpserwaare, welche damals bei Siena gemacht ward, die eben so weiß, und schöner undwohlfeiler als diejenige war, welche damals in Frank­ reich Pvrcellain hieß. Zu Salzdalum, bei Wolfsnbüt-tcl, und hernach in der Kunst, und Naturalien-Samm-lung zu Braunschweig , wurden gegen tausend bemahlteStücke dieser Art verwahrt, unter denen die ältesten dieJahrzahl 1537, die jüngsten 1576 hatten. Also konn-ten wenigstens nicht alle Stücke von Raphael bemahltseyn, weil dieser schon 156a gestorben ist. Jetzt ist dieKunst zu Faenza fast erloschen. Bsckm. Technol. 572.376. s. Glasur. Pvrcellain.

Falknerey. Wom Gebrauche der Naubvögel zur Jagd,haben die Griechen die erste Nachricht aus Indien undThrakien gehabt, sie selbst aber scheinen ihn nicht frühangenommen zu haben. E-meiner muß er in Italien geworden seyn. Ein gewisser Daucus wird, aber oh-ne Beweis und Gewißheit für den Erfinder der Kunst»