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Erster Band.
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Fahrstuhl

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ist alt, und rührt größtentheils aus dem XVI., auchwohl aus dem XV. Jahrh. her. So haben z. 8H. dieWeißgerber in Dresden und an andern Orten diesRecht, weil ein Weißgerber zu Wien , bei der Belage-rung der Stadt im Jahre 1529, die Minirer der Tür.ken entdeckt hat. In Qued li nb urg halten aus ei-nem ähnlichen Grunde die Bäcker alle 7 Jahr einenAukzüg mit Fahnen. Krünitz XII. ic>3.

Fahrstuhl, Fahrsessel, ein Stuhl für Podagristen,oder andere schwächliche Personen, aus welchem mansich selbst sahren, oder durch einen Bedienten im Zim-mer herumfahren lassen kann, hat der Kuhrf. Sächs.Modellmeister Andr. Gärtner erfunden. Eine ähn-liche Art von Rollsessel erfand Bezü um 1710.Rsoukil ckes Msckrirres 17t». I/Z. Sammlungnütz!. Maschinen. 179. Hieher gehört auch die,nach GirardS Erfindung eingerichtete Maschine, wo-durch ein Stuhl oder Sessel bewegt werden kann. ko-ouvil. etc. 1711. S. »87. Samml. nützt. Masch. 178. Krünitz XII. rro, ff.

Fajance. Der wesentliche Unterschied der Fajance vonder gemeinen Töpferarbeit, besteht nach Beckmanndarin, daß jene auf der Glasur, und kunstmäßig be-mahlt ist. Hie-auf muß man achten, wenn man dieZeit der Erfindung bestimmen will. Die Glasur kann-te schon Jesus Sirach 39, 34. Schon unter denegypt-schen Alterthümern kommen Stücke vor, die guteFajance, ja sogar gutes Poccellain genannt zu werdenverdienen dennoch versteht man jetzt in Egypten nichtmehr, thönerne Gesäße zu glasiren, oder wasserdicht zumachen. Es ist ein Irrthum, daß die s-ste Fajancezu Faenza gemacht sey, ohnerachtet der Name aller-dings daher entstanden ist, weil man daselbst im Au«