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Erster Band.
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Fernrohr

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sehr gleichgültiger Umstand ist, so haben schon Aeplerund Scheine» den Borschlag gethan, ein zweytesAugenglas anzubringen. Aber diese Art von Fernroh.ren, mit drey Gläsern, ist nicht in Gebrauch gekom-men, weil die Abweichungen davon allzugroß werden.

Ein Erd röhr» oder Erdsernrohr (l'ubus tsr-restris) besteht aus vier erhabenen Gläsern, deren r alSBorderglas, die übrigen z als Aagengläser dienen. DerP. Anton Maria de Rheika giebt eS rüüZ zuerstals ein solches an, das die gewünschte Umkehrung desBildes im Sehrohre besser, als das Keplerscke, mit zGläsern bewerkstelligte. Man hat Erdfernröhre von 4,Z bis 6 Augengläsern. Dollonds Fernrohre mit 6Gläsern, die er vor der Erfindung der achromatische»verfertigte, hatten damals großen Beifall.

Um die Mitte des XVII. Jahrhunderts ließ man eSsich angelegen seyn, Fernrohre von ungeheurer Lange,mit Gläsern von großen Brennweiten zu verfertigen,weil man sich die übertriebensten Erwartungen von demwachte, was Fernrohre mit starken Vergrößerungen amHimmel zeigen würden. Eustachius de Divinis zuRom, und Campani zu Bologna wetteiferten in die-ser Hinsicht mit einander, doch sind die Gläser des letz-ter» weit berühmter geworden. Er verfertigte auf Be-fehl Ludwigs XIV., Gläser von 86, ivo, 136 FußBrennweite/ durch welche Eaßini die zwey nächstenTrabanten des Saturns entdeckte. Huygens schrieb170z über das Schleifen der Glaser, und verfertigteObjective bis zu 210 Fuß Brennweite. Auzout inFrankreich brachte sogar eins von 600 Fuß zu Stande,konnte es aber aus Mangel einer schicklichen Vorrichtungnicht gebrauchen. Peter Borel, D. Hook, PaulNeilo, Reise und Cox, thaten sich sämmtlich von